Briefe und Texte
aus dem intellektuellen
Berlin um 1800

Brief von Ludwig Tieck an Friedrich von Raumer (Dresden, 5. Juni 1830)

 

 

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255
Tieck an Raumer

Geliebtester Freund,

Ihr kleiner Brief hat mir einen unglaublichen Schreck
verursacht. Ich war schon bekümmert, daß ich so lange nicht von
Ihnen gehört hatte. Erin̄ern Sie sich, wie ich Ihnen in meinem lezten
Briefe vor Ihrer Abreise schrieb, ich hätte das traurige Gefühl, als
wenn wir uns nicht wieder sehen würden? Wie schrecklich nahe war
also die Erfüllung dieser trüben Ahndung! Wenn Sie nur, Bester,
jezt über alle Gefahr hinüber sind! Ich glaube, Sie sind zu früh, in
zu schlechtem Wetter und zu eilig gereist! Ich kann mir nicht vorstellen,
daß diese Eilwagen, wenn man eine lange Strecke ununterbro=
chen mit ihnen geht, nicht einen nachtheiligen Einfluß auf die Ge=
sundheit ausüben sollten. Besonders, wenn man nicht mehr jung ist!
Mich dünkt, dse tödlichen Darm-Entzündungen wären früher nicht so
häufig vorgekommen; auch kenne ich nun schon mehrere Fälle, dß
dse Krankheit bald nach einer Reise mit dem Eilwagen eingetreten
ist. Bei Ihnen liegen freilich mehrere Wochen dazwischen. Aber
doch – ! Ach, Liebster, ich kann mich nach Tagen von diesem Schreck und
Angst noch nicht ganz erholen. Und alle meine Hausgenossen theilenten
meine Empfindung, ud auch die Lüttichau; Ihre Grüsse habe ich
[allen] sogleich bestellt.

Einen zweiten Schreck, ud Verdruß dazu, hat mir Ihr Vor=
satz gemacht, daß Sie Ihre neue Geschichte liegen lassen, wohl ganz
aufgeben wollen. Ich hoffe, mit der völligen Gesundheit kehrt auch
Ihre Lust zu dser Arbeit wieder; zu dser grossen, herrlichen Arbeit,
die Ihren Ruhm in Zukunft noch mehr, als die Hohenstaufen
gründen muß. Nein, mein Freund, lassen sSie sich nicht durch
vorübergehende Unlust die wichtige, für alle Geschichte wichtige
Sache verleiden. Ich sagte Ihnen gleich, ich rieth es Ihnen auch ab,

den Richelieu so einzeln, aus seinem Zusammenhange
gerissen zu geben. Mit gewissen [Sonder]theilen steht es so, dß
er sie erst durch die Zeit, Wiederholungen u grosse Massen [besiegt]
werden kön̄en. Und bei alledem, — wird es Ihnen mit Carl V. mit
der Elisabeth anders ergehn? Wie viel Anstoß gab anfangs
Joh. Müller, u jeder ächte Autor, der eben darum ein rechter
ist, weil er nicht in das Horn u Hörnchen seines Zeitalters mit beläst,
welches eigentlich niemals weiß, warum es diese u jene Lieb=
lings und Allgemein=Meinung hat, die jeder für ausgemacht hält,
weil sie allgemein ist, – u die, beim Licht besehn, sich in der
Regel auf gar nichts stüzt. Dß Löbel auch nicht mit Ihnen will,
würde mich an Ihrer Stelle gar nicht stören. Jeder ist zunächst Er selbst.
— (Ich habe seit dem Barantes [...]Geschichte von Burgund ganz (24 Theile)1
u aufmerksam gelesen, u halte es für ein ganz mittelmässiges,
verfehltes Werk, nur nicht schlechtes zu sagen, u setze mich der Gefahr
aus, auch bei Ihnen anzustossen. Ich kann mit Wahrheit sagen,
ich habe gar nichts daraus gelernt, u sogar hätte ich Zusätze machen
mögen, wichtige Sachen, die völlig fehlen. Dabei der affektirte Styl der
alten Chronik? Und nun hör ich u lese an so vielen Orten, dies sei ein
ganz neues Geschicht-Werk, mache eine neue Epoche dgl. Ich bin nicht
mehr so jung, daß ich mich völlig irren, u dse meine Ueberzeugung ändern
könnte. Aber — &C &C. — Und nun, mein Geliebter, verargen sie
nach dser Parenthese nicht, wen̄ ich in Raupachs Tragödie nur ein Pasquill
auf Heinr. VI. finde: — als lebte er noch, u ein Dämagog (aber ohne
[...] Geist) wollte ihn anklagen u verächtl. machen. Ich sehe auch
keinen Fortschritt. — Sehe ich dse Milde gegen Befreundete u Bekan̄te
bei Ihnen, so muß ich mir ja sagen, dß Sie auch mir zu viel Gutes zuschreiben,
der ich mehr, der ich Ihr wahrer Freund bin. — Wie viel schlechter ich! Im̄er
mißtrauischer, härter, krittelnder gegen meine Freunde! Oft wohl das Un=
mögliche verlangend! — Darin thun Sie mir Unrecht, wen̄ Sie glauben, ich

Kommentare

1 Wohl im französischen Original.

256
sei partheiisch für Sie: — Göthe sagt, wie so oft, ein grosses Wort:
Nur wer mich liebt, soll mich tadeln. — So halte ich es mit Göthe u
Solger, u Ihnen — u das hat Steffens an mir so mißverstanden.

Nur gesund, Liebster, müssen Sie werden! — Anfang Juli
denke ich nun von hier abzureisen, u 4 Wochen in Baden-Baden
bei [Nahlundt] zu bleiben, u auf einem Umwege wieder nach Dresden zu
kommen. Ende September bin ich gewiß wieder hier, ob früher,
ungewiß. — Wie ist Ihre Reise? Melden Sie mir drüber doch etwas. —
Treffen wir uns vielleicht? — Ob ich über München, oder wie sonst, wieder
zurück kehre, weiß ich jezt noch nicht: aber, wen̄ ich nur Ihre Addresse
habe, schreibe ich Ihnen von Baden aus. — Nur wieder sehn! —
Wenn Sie nicht hier sind, habe ich Ihnen im̄er so Vieles, u so viel zu
sagen, u in Ihrer Gegenwart vergesse ich oft das Beste. — Haben
Sie Vitet von mir gegrüßt u gedankt? Ihm meine ungemeßne
Hochachtung, meine Verehrung wie für ein Werk Shaksp. über seine
Etats mitgetheilt? So groß sind die Barricaden nicht, — und leider!
Heinrich III schon gestumpfte Nachahmung seiner selbst. So gefährlich
ist es selbst dem Genius, sich nicht durch das Neue [anzufrischen], u eine
ganz andere Stelle seines Unbewußten wieder zum Bewußtsein
zu erheben. Sie verstehn mich gewiß. Ist dies zu tadeln, so hat Göthe, im
Rechten, auf der entgegen gesezten Seite zu sehr ausgeschweift,
und seine Kraft zersplittert. — Und gar ich? — Fragment
von Fragment! — Sehn Sie [[Miremet]]? Seine Clara [Gazent]
lauter Genie, — u seine Jacquerie lauter Manier! Und
kleinliche! Wie trübselig ist das. Und doch muß sich der Genius,
auch wenn dse Ueberzeugung ihm klar würde, nicht minder schlagen
lassen. — Ich bin fleissig, vielleicht zu sehr, – wen̄ wir nur
in derselben Stadt lebten! so denke ich so oft. Sie werden mich verlassen,
wie Solger, Novalis, — die trübe Ahndung quält mich, u wäre nun
vom Schicksal fast zur Wirklichkeit geworden. Nehmen Sie sich
in Acht, auch vor den Eilwagen!

Aber ja müssen Sie Ihr grosses Geschicht=Werk fortsetzen. —
Das andere, wovon Sie sprechen, ist doch [nur] Episode. — Grüssen
Sie [H. Hase] auf der Bibl; wen̄ er sich meiner noch von 1817 her erin=
nert. – Ihren zu kurzen Aufsatz über die Perioden der neusten
franz. Philosophie habe ich gelesen. — Wenden Sie nicht zu viel Zeit auf
das Theater, thue ich es doch nicht einmal. Der Verderb steckt so tief, daß
doch nichts Rechtes daraus werden kann. Ich habe Herbart aus [Kgsbrg]
kennen lernen, ein freier, mittheilsamer Mann, von seinen Schriften
kenne ich so gut wie nichts. Er hatte auch Solger nur in Auszügen u Journalen
gelesen. So machen es Alle, u beurtheilen doch! Werden es die Geschichtschreiber
mit Ihren Werken nicht eben so machen? Warum lese ich denn Alles,
was irgend [wie meinem Kennen] dient? Und was ich nicht kenne, darüber schweige
ich doch wenigstens. Das wäre den Alten, den Griechen doch auch als
Unsinn der Barbaren vorgekommen, Geister u grosse Werke vom
Hörensagen beiseit zu legen.

Leben Sie wohl, alle grüssen mit mir, alle haben Sie fast eben=
so lieb, als ich! Fast, das lasse ich mir nicht nehmen. Baron Stakelberg
hat dsen Winter grossentheils meinen Umgang gemacht (der Reisende u
Entdecker) ein herrlicher Mensch. Sich von einem erzählen lassen, der
Sachen gesehn hat, ist doch ganz etwas anderes, als Bücher der Gelehrten lesen.
Ich bin wohl u freue mich auf das Bad; diesmal werde ich Agnes mitnehmen,
u Dorothea bleibt mit der Mutter ganz zu Haus.

Der Him̄el erhalte Sie uns, und mir, u der Welt,

Ihr

L. Tieck.

Dresden

den 5ten Juni

1830.

Geliebtester Freund,

Ihr kleiner Brief hat mir einen unglaublichen Schreck verursacht. Ich war schon bekümmert, daß ich so lange nicht von Ihnen gehört hatte. Erinnern Sie sich, wie ich Ihnen in meinem lezten Briefe vor Ihrer Abreise schrieb, ich hätte das traurige Gefühl, als wenn wir uns nicht wieder sehen würden? Wie schrecklich nahe war also die Erfüllung dieser trüben Ahndung! Wenn Sie nur, Bester, jezt über alle Gefahr hinüber sind! Ich glaube, Sie sind zu früh, in zu schlechtem Wetter und zu eilig gereist! Ich kann mir nicht vorstellen, daß diese Eilwagen, wenn man eine lange Strecke ununterbrochen mit ihnen geht, nicht einen nachtheiligen Einfluß auf die Gesundheit ausüben sollten. Besonders, wenn man nicht mehr jung ist! Mich dünkt, diese tödlichen Darm-Entzündungen wären früher nicht so häufig vorgekommen; auch kenne ich nun schon mehrere Fälle, daß diese Krankheit bald nach einer Reise mit dem Eilwagen eingetreten ist. Bei Ihnen liegen freilich mehrere Wochen dazwischen. Aber doch – ! Ach, Liebster, ich kann mich nach Tagen von diesem Schreck und Angst noch nicht ganz erholen. Und alle meine Hausgenossen theilten meine Empfindung, und auch die Lüttichau; Ihre Grüsse habe ich [allen] sogleich bestellt.

Einen zweiten Schreck, und Verdruß dazu, hat mir Ihr Vorsatz gemacht, daß Sie Ihre neue Geschichte liegen lassen, wohl ganz aufgeben wollen. Ich hoffe, mit der völligen Gesundheit kehrt auch Ihre Lust zu dieser Arbeit wieder; zu dieser grossen, herrlichen Arbeit, die Ihren Ruhm in Zukunft noch mehr, als die Hohenstaufen gründen muß. Nein, mein Freund, lassen Sie sich nicht durch vorübergehende Unlust die wichtige, für alle Geschichte wichtige Sache verleiden. Ich sagte Ihnen gleich, ich rieth es Ihnen auch ab,

den Richelieu so einzeln, aus seinem Zusammenhange gerissen zu geben. Mit gewissen [Sonder]theilen steht es so, daß sie erst durch die Zeit, Wiederholungen und grosse Massen [besiegt] werden können. Und bei alledem, — wird es Ihnen mit Carl V. mit der Elisabeth anders ergehn? Wie viel Anstoß gab anfangs Joh. Müller, und jeder ächte Autor, der eben darum ein rechter ist, weil er nicht in das Horn und Hörnchen seines Zeitalters mit beläst, welches eigentlich niemals weiß, warum es diese und jene Lieblings und Allgemein=Meinung hat, die jeder für ausgemacht hält, weil sie allgemein ist, – und die, beim Licht besehn, sich in der Regel auf gar nichts stüzt. Daß Löbel auch nicht mit Ihnen will, würde mich an Ihrer Stelle gar nicht stören. Jeder ist zunächst Er selbst. — (Ich habe seit dem Barantes Geschichte von Burgund ganz (24 Theile)1 und aufmerksam gelesen, und halte es für ein ganz mittelmässiges, verfehltes Werk, nur nicht schlechtes zu sagen, und setze mich der Gefahr aus, auch bei Ihnen anzustossen. Ich kann mit Wahrheit sagen, ich habe gar nichts daraus gelernt, und sogar hätte ich Zusätze machen mögen, wichtige Sachen, die völlig fehlen. Dabei der affektirte Styl der alten Chronik? Und nun hör ich und lese an so vielen Orten, dies sei ein ganz neues Geschicht-Werk, mache eine neue Epoche dergleichen. Ich bin nicht mehr so jung, daß ich mich völlig irren, und diese meine Ueberzeugung ändern könnte. Aber — et cetera et cetera — Und nun, mein Geliebter, verargen sie nach dieser Parenthese nicht, wenn ich in Raupachs Tragödie nur ein Pasquill auf Heinrich VI. finde: — als lebte er noch, und ein Dämagog (aber ohne [...] Geist) wollte ihn anklagen und verächtlich machen. Ich sehe auch keinen Fortschritt. — Sehe ich diese Milde gegen Befreundete und Bekannte bei Ihnen, so muß ich mir ja sagen, daß Sie auch mir zu viel Gutes zuschreiben, der ich mehr, der ich Ihr wahrer Freund bin. — Wie viel schlechter ich! Immer mißtrauischer, härter, krittelnder gegen meine Freunde! Oft wohl das Unmögliche verlangend! — Darin thun Sie mir Unrecht, wenn Sie glauben, ich

Kommentare

1 Wohl im französischen Original.

sei partheiisch für Sie: — Göthe sagt, wie so oft, ein grosses Wort: Nur wer mich liebt, soll mich tadeln. — So halte ich es mit Göthe und Solger, und Ihnen — und das hat Steffens an mir so mißverstanden.

Nur gesund, Liebster, müssen Sie werden! — Anfang Juli denke ich nun von hier abzureisen, und 4 Wochen in Baden-Baden bei [Nahlundt] zu bleiben, und auf einem Umwege wieder nach Dresden zu kommen. Ende September bin ich gewiß wieder hier, ob früher, ungewiß. — Wie ist Ihre Reise? Melden Sie mir drüber doch etwas. — Treffen wir uns vielleicht? — Ob ich über München, oder wie sonst, wieder zurück kehre, weiß ich jezt noch nicht: aber, wenn ich nur Ihre Addresse habe, schreibe ich Ihnen von Baden aus. — Nur wieder sehn! — Wenn Sie nicht hier sind, habe ich Ihnen immer so Vieles, und so viel zu sagen, und in Ihrer Gegenwart vergesse ich oft das Beste. — Haben Sie Vitet von mir gegrüßt und gedankt? Ihm meine ungemeßne Hochachtung, meine Verehrung wie für ein Werk Shakespeares über seine Etats mitgetheilt? So groß sind die Barricaden nicht, — und leider! Heinrich III schon gestumpfte Nachahmung seiner selbst. So gefährlich ist es selbst dem Genius, sich nicht durch das Neue [anzufrischen], und eine ganz andere Stelle seines Unbewußten wieder zum Bewußtsein zu erheben. Sie verstehn mich gewiß. Ist dies zu tadeln, so hat Göthe, im Rechten, auf der entgegen gesezten Seite zu sehr ausgeschweift, und seine Kraft zersplittert. — Und gar ich? — Fragment von Fragment! — Sehn Sie [[Miremet]]? Seine Clara [Gazent] lauter Genie, — und seine Jacquerie lauter Manier! Und kleinliche! Wie trübselig ist das. Und doch muß sich der Genius, auch wenn diese Ueberzeugung ihm klar würde, nicht minder schlagen lassen. — Ich bin fleissig, vielleicht zu sehr, – wenn wir nur in derselben Stadt lebten! so denke ich so oft. Sie werden mich verlassen, wie Solger, Novalis, — die trübe Ahndung quält mich, und wäre nun vom Schicksal fast zur Wirklichkeit geworden. Nehmen Sie sich in Acht, auch vor den Eilwagen!

Aber ja müssen Sie Ihr grosses Geschicht=Werk fortsetzen. — Das andere, wovon Sie sprechen, ist doch [nur] Episode. — Grüssen Sie [H. Hase] auf der Bibliothek; wenn er sich meiner noch von 1817 her erinnert. – Ihren zu kurzen Aufsatz über die Perioden der neusten französischen Philosophie habe ich gelesen. — Wenden Sie nicht zu viel Zeit auf das Theater, thue ich es doch nicht einmal. Der Verderb steckt so tief, daß doch nichts Rechtes daraus werden kann. Ich habe Herbart aus [Königsberg] kennen lernen, ein freier, mittheilsamer Mann, von seinen Schriften kenne ich so gut wie nichts. Er hatte auch Solger nur in Auszügen und Journalen gelesen. So machen es Alle, und beurtheilen doch! Werden es die Geschichtschreiber mit Ihren Werken nicht eben so machen? Warum lese ich denn Alles, was irgend [wie meinem Kennen] dient? Und was ich nicht kenne, darüber schweige ich doch wenigstens. Das wäre den Alten, den Griechen doch auch als Unsinn der Barbaren vorgekommen, Geister und grosse Werke vom Hörensagen beiseit zu legen.

Leben Sie wohl, alle grüssen mit mir, alle haben Sie fast ebenso lieb, als ich! Fast, das lasse ich mir nicht nehmen. Baron Stakelberg hat diesen Winter grossentheils meinen Umgang gemacht (der Reisende und Entdecker) ein herrlicher Mensch. Sich von einem erzählen lassen, der Sachen gesehn hat, ist doch ganz etwas anderes, als Bücher der Gelehrten lesen. Ich bin wohl und freue mich auf das Bad; diesmal werde ich Agnes mitnehmen, und Dorothea bleibt mit der Mutter ganz zu Haus.

Der Himmel erhalte Sie uns, und mir, und der Welt,

Ihr

L. Tieck.

Dresden

den 5ten Juni

1830.