Lettres et textes:
Le Berlin intellectuel
des années 1800

Lettre d'August Boeckh à Karl August Varnhagen von Ense (Berlin, 29 mai 1841)

 

 

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Böckh. Berlin, den 29. Mai 1841.

Verehrtester Freund und Gönner,

Empfangen Sie wohlwollend meinen herzlichen Dank für Ihr schönes
Geschenk1, was ich vor drei Tagen von Ihnen erhalten habe.
Leider habe ich erste wenige Seiten darin lesen können, nach mei=
ner Gewohnheit da und dort hineinblickend; denn ich bin von dem
Geschäft, welches mir eigentlich doch ganz fremd ist, die Heraus-
gabe der Werke Fr. II. quasi zu dirigiren, dergestalt occu=
pirt, daß ich kaum mehr zu mir selber komme2. Wie sehr ich von
der Anmuth Ihrer Darstellung jederzeit entzückt werde, wissen Sie;
aber auch die Klarheit und Lebendigkeit Ihrer Schlachtenbeschreibung
habe ich schon früher bewundert, und jetzt wieder auch ehe ich im Zu=
sam̄enhange gelesen habe.

Doch wozu sage ich Ihnen dieses? Nur um zu zeigen, daß ich Ihrer
Güte nicht ganz unwürdig bin, wen̄ ich sie auch nicht verdiene: den̄
zwischen beiden scheint doch noch ein Unterschied.

Mit der herzlichsten Verehrung
Ihr
 gehorsamster Böckh.

Commentaires

1 Hier könnte es sich um Varnhagens Leben des Feldmarschalls Grafen von Schwerin, 1841 erschienen, handeln. Boeckh verzeichnet sein Exemplar als Nr. 2875 in seinem „Katalog meiner Bücher“, S. 70.

2 Ab 1840 leitete Boeckh die Edition der Werke Friedrichs des Großen an der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Weitere Mitglieder der Kommission waren u.a. Alexander von Humboldt, Jacob Grimm und Raumer. Die Edition selbst wurde von Preuß besorgt. 1843 wollte Boeckh die Leitungsaufgaben aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Dies konnte jedoch durch Alexander von Humboldt und Raumer verhindert werden, indem Boeckh andere Pflichten abgenommen wurden.

Verehrtester Freund und Gönner,

Empfangen Sie wohlwollend meinen herzlichen Dank für Ihr schönes Geschenk1, was ich vor drei Tagen von Ihnen erhalten habe. Leider habe ich erste wenige Seiten darin lesen können, nach meiner Gewohnheit da und dort hineinblickend; denn ich bin von dem Geschäft, welches mir eigentlich doch ganz fremd ist, die Herausgabe der Werke Friedrichs II. quasi zu dirigiren, dergestalt occupirt, daß ich kaum mehr zu mir selber komme2. Wie sehr ich von der Anmuth Ihrer Darstellung jederzeit entzückt werde, wissen Sie; aber auch die Klarheit und Lebendigkeit Ihrer Schlachtenbeschreibung habe ich schon früher bewundert, und jetzt wieder auch ehe ich im Zusammenhange gelesen habe.

Doch wozu sage ich Ihnen dieses? Nur um zu zeigen, daß ich Ihrer Güte nicht ganz unwürdig bin, wenn ich sie auch nicht verdiene: denn zwischen beiden scheint doch noch ein Unterschied.

Mit der herzlichsten Verehrung Ihr gehorsamster Böckh.

Commentaires

1 Hier könnte es sich um Varnhagens Leben des Feldmarschalls Grafen von Schwerin, 1841 erschienen, handeln. Boeckh verzeichnet sein Exemplar als Nr. 2875 in seinem „Katalog meiner Bücher“, S. 70.

2 Ab 1840 leitete Boeckh die Edition der Werke Friedrichs des Großen an der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Weitere Mitglieder der Kommission waren u.a. Alexander von Humboldt, Jacob Grimm und Raumer. Die Edition selbst wurde von Preuß besorgt. 1843 wollte Boeckh die Leitungsaufgaben aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Dies konnte jedoch durch Alexander von Humboldt und Raumer verhindert werden, indem Boeckh andere Pflichten abgenommen wurden.